Was ist die SNIP-Messung?
SNIP steht für „Sniff Nasal Inspiratory Pressure”, den nasalen Einatemdruck beim Schnüffeln. Es ist eine einfache, nicht-invasive Methode, um die Kraft der Atemmuskulatur – vor allem des Zwerchfells – zu beurteilen. Das ist besonders wichtig, wenn der Verdacht auf eine Schwäche der Atemmuskulatur besteht, etwa im Rahmen neuromuskulärer Erkrankungen.
Wie läuft die Untersuchung ab?
Sie erhalten eine kleine, weiche Sonde in ein Nasenloch. Dann „schnüffeln” Sie kräftig und kurz durch die Nase – wie bei einem schnellen, festen Einziehen der Luft. Dabei misst das Gerät den entstehenden Unterdruck. Der Schnüffelzug wird mehrfach wiederholt, um den besten Wert zu erfassen. Die Messung ist schmerzfrei und ohne Belastung.
Was sagen die Ergebnisse aus?
Der gemessene Druck spiegelt die Kraft Ihrer Einatemmuskulatur wider. Niedrige Werte können auf eine Schwäche des Zwerchfells oder der übrigen Atemmuskeln hinweisen. In Verlaufskontrollen lässt sich beurteilen, ob die Muskelkraft stabil bleibt oder nachlässt – eine wichtige Information, auch mit Blick auf eine mögliche nächtliche Atemunterstützung.
Was Sie wissen sollten
Das Ergebnis hängt von Ihrer Mitarbeit ab: Der Schnüffelzug sollte kräftig und zügig sein – mit ein paar Versuchen gelingt das gut. Eine frei durchgängige Nase verbessert die Messung; bei einer Erkältung verschieben wir den Termin gegebenenfalls.