Welche Allergietests führen wir durch?
In unserer pneumologischen Praxis bieten wir das gesamte Spektrum der allergologischen Stufendiagnostik an:
Pricktest (Hautpricktest)
Auf dem Unterarm werden kleine Tropfen verschiedener Allergenlösungen aufgetragen und die Haut mit einer feinen Lanzette oberflächlich angeritzt – nicht blutig. Nach etwa 15 Minuten lesen wir die Reaktion ab. Eine sichtbare Quaddel weist auf eine Sensibilisierung gegen das jeweilige Allergen hin.
Der Pricktest ist der Goldstandard für Inhalations- und viele Nahrungsmittelallergene: schnell, kostengünstig, gut steuerbar.
Vor dem Pricktest: Bestimmte Medikamente verfälschen das Ergebnis und müssen rechtzeitig pausiert werden – vor allem Antihistaminika (z. B. Cetirizin, Loratadin) etwa fünf Tage vorher, kortisonhaltige Tabletten nur nach Rücksprache. Die vollständigen Hinweise finden Sie im Abschnitt „Vorbereitung”.
Spezifisches IgE im Blut (RAST/CAP)
Eine Blutentnahme genügt, um Antikörper gegen einzelne Allergene oder Allergenkomponenten zu bestimmen. Sinnvoll, wenn:
- der Pricktest nicht möglich ist (Hauterkrankungen, dauerhafte Antihistaminika-Einnahme)
- eine sehr genaue Komponenten-Diagnostik nötig ist (z. B. bei Insektengift oder Erdnussallergie)
- die Hautreaktion ergänzt werden soll
Was passiert nach der Diagnostik?
Allergietests sind kein Selbstzweck – sie sind die Grundlage einer gezielten Therapie:
- Allergenkarenz: Vermeidung wo möglich
- Symptomatische Behandlung: Antihistaminika, Kortisonsprays
- Hyposensibilisierung (SCIT/SLIT): kausale Behandlung als Spritze oder Tablette über drei Jahre
Wir besprechen Ihre Befunde ausführlich und entscheiden gemeinsam, welche Strategie zu Ihrer Situation passt.
Medizinisch geprüft von Dr. Timo Schiffer · Stand: Juni 2026