Was misst die CO-Diffusionstestung?
Die Diffusionskapazität – häufig als DLCO oder TLCO abgekürzt – beschreibt, wie effizient Gase aus den Lungenbläschen (Alveolen) ins Blut übertreten. Wir verwenden dafür eine winzige, völlig ungefährliche Menge Kohlenmonoxid, weil dieses Gas eine extrem hohe Affinität zum roten Blutfarbstoff hat und sich daher besonders gut für die Messung eignet.
Wie läuft die Untersuchung ab?
Sie atmen über ein Mundstück eine genau bemessene Mischung aus Atemluft, Helium und einer sehr geringen Konzentration Kohlenmonoxid ein, halten den Atem etwa zehn Sekunden an und atmen dann wieder aus. Aus dem Vergleich der eingeatmeten und ausgeatmeten Gaskonzentrationen berechnet das Gerät die Diffusionskapazität.
Die Untersuchung wird in der Regel zwei- bis dreimal wiederholt, um valide Mittelwerte zu erhalten. Sie ist schmerzfrei und ohne Nebenwirkungen.
Was sagen die Ergebnisse aus?
Eine reduzierte Diffusionskapazität weist darauf hin, dass die Lunge Sauerstoff nicht mehr ausreichend ins Blut transportiert. Mögliche Ursachen:
- Zerstörung von Lungenbläschen (Emphysem)
- Verdickung der alveolären Membran (Fibrose)
- Verminderung der Lungendurchblutung (Lungenembolie, Lungenhochdruck)
- Blutarmut (Anämie) – wird rechnerisch korrigiert
Eine erhöhte Diffusionskapazität ist selten und kann z. B. nach einer Lungenblutung auftreten.
Was Sie wissen sollten
Bei stark reduzierter Lungenfunktion oder Sauerstoffabhängigkeit kann die Untersuchung modifiziert oder verschoben werden. Auch bei der Diffusion gilt: gute Mitarbeit verbessert die Aussagekraft erheblich.