Was ist eine Schlafapnoe?
Bei der obstruktiven Schlafapnoe kommt es im Schlaf wiederholt zu Verschlüssen der oberen Atemwege. Die Folge: kurze Atempausen, Sauerstoffabfälle, Aufweckreaktionen – meist ohne dass der Betroffene es bewusst bemerkt. Das fragmentierte Schlafmuster führt tagsüber zu Müdigkeit, langfristig zu Bluthochdruck, Herzrhythmusstörungen und erhöhtem Schlaganfallrisiko.
Die seltenere zentrale Schlafapnoe entsteht durch eine fehlende Atemsteuerung aus dem Gehirn und tritt häufig bei Herzschwäche auf.
Wie läuft die Polygrafie ab?
Sie kommen tagsüber zu uns in die Praxis und erhalten ein kleines tragbares Aufzeichnungsgerät mit Sensoren, die wir Ihnen genau erklären und probeweise anlegen:
- Nasenkanüle für die Atmung
- Brust- und Bauchgurt für die Atemanstrengung
- Fingerclip für Sauerstoffsättigung und Puls
- Sensor am Hals für Schnarchgeräusche
- Lagesensor für die Körperposition
Sie schlafen damit eine Nacht zu Hause in Ihrem eigenen Bett – das liefert realistischere Ergebnisse als jede Untersuchung im Schlaflabor. Am nächsten Morgen bringen Sie das Gerät zurück; wir lesen die Daten aus und besprechen den Befund.
Was passiert nach der Diagnostik?
Bei Nachweis einer relevanten Schlafapnoe besprechen wir die Behandlungsoptionen:
- Schlafhygiene und Gewichtsreduktion bei leichten Formen
- Lagetherapie bei rein lagebezogenen Atempausen
- Unterkieferprotrusionsschiene bei mittelgradigen Formen
- CPAP-Therapie (nasale Überdruckbeatmung) als Goldstandard bei mittel- bis schwergradiger Apnoe
- bei zentralen Apnoen angepasste Therapien
Falls eine Polysomnographie im Schlaflabor sinnvoll ist, überweisen wir gezielt weiter.