Asthma bronchiale
Eine chronisch-entzündliche Erkrankung der Atemwege mit variabler, häufig anfallsartiger Atemwegsverengung – heute in den meisten Fällen gut kontrollierbar.
Erkennen Sie sich wieder?
Vielleicht kennen Sie das: nachts oder beim Sport ein Pfeifen in der Brust, ein Hustenreiz, der nicht weggeht, oder das Gefühl, nicht richtig durchatmen zu können. Solche Beschwerden lassen sich gut abklären – und in den allermeisten Fällen gut behandeln.
Was ist Asthma bronchiale?
Asthma ist eine chronische, entzündliche Erkrankung der Atemwege, die durch eine bronchiale Überempfindlichkeit und eine variable, oft anfallsartige Verengung der Atemwege (Atemwegsobstruktion) gekennzeichnet ist. Charakteristisch ist, dass die Beschwerden und die Atemwegsverengung schwanken – sie treten anfallsartig auf und sind häufig spontan oder unter Therapie rückbildungsfähig (reversibel).
Auslöser können Allergene, Atemwegsinfekte, körperliche Anstrengung, kalte Luft oder Reizstoffe wie Tabakrauch sein.
Diagnostik
Die Diagnose stützt sich auf das typische Beschwerdebild und den Nachweis der variablen Atemwegsobstruktion. Wir setzen dazu ein:
- Lungenfunktion (Spirometrie / Bodyplethysmographie), in der Regel mit Bronchospasmolyse-Test zum Nachweis der Reversibilität
- FeNO-Messung zur Beurteilung der eosinophilen Atemwegsentzündung
- Allergiediagnostik bei Verdacht auf allergisches Asthma
Therapie
Ziel ist die gute Asthmakontrolle – also weitgehende Beschwerdefreiheit bei normaler Belastbarkeit. Grundlage der Dauertherapie ist ein inhalatives Kortikosteroid (ICS), meist in Kombination mit einem lang wirksamen bronchialerweiternden Wirkstoff (Formoterol). Heute wird – auch bei leichtem Asthma – eine entzündungshemmende Bedarfstherapie mit einer festen ICS-Formoterol-Kombination bevorzugt, statt eines reinen Bedarfssprays; diese Strategie geht auf die beiden großen SYGMA-Studien zurück. Bei schwerem Asthma stehen moderne Biologika zur Verfügung. Wir stellen Ihre Therapie individuell ein und schulen Sie in der Inhalationstechnik.